OSTEOPATHIE
WAS IST OSTEOPATHIE
Osteopathie ist eine komplementärmedizinische Behandlungsform, die den Körper als Einheit betrachtet. Die Osteopathie dient der Diagnose und Behandlung von reversiblen Funktionsstörungen in allen Systemen des Körpers. Das heisst im parietalen System (Muskelskelett/-apparat, im visceralen System (innere Organe, Verdauungstrakt), dem craniosacralen System (Schädel, Wirbelsäule und Becken mit dem Nervensystem) wie dem myofascialen System (Einfluss der Faszien auf Blut -und Lymphzirkulation).
Alle Systeme sind miteinander vernetzt und beeinflussen sich wechselseitig. Der Körper hat keine Mühe kleinere Störungen selbst zu bewältigen. Wenn aber die Kompensationsmöglichkeiten des Körpers erschöpft sind (z.B. durch Unfall, Stress, Überbelastung, schlechte Lebensgewohnheiten) oder die Bewegung im osteopathischen Sinn eingeschränkt ist, kann dies zur Unterversorgung der Gewebestrukturen und damit zu funktionellen Störungen führen.
“Alles was lebt, bewegt sich”
Die 3 Prinzipien der Osteopathie:
1. Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele.
2. Alle Körpersysteme stehen in direktem Zusammenhang miteinander. Funktion und Struktur beeinflussen sich gegenseitig.
3. Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte. Sind alle Körpersysteme im Gleichgewicht, können sich die Selbstheilungskräfte am besten entfalten.
DIE GESCHICHTE DER OSTEOPATHIE
Der Gründer der Osteopathie war der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 - 1917). 1892 gründete er in Kirksville, Missouri, USA, die American School of Osteopathy. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Osteopathie in vielen Bundesstaaten der USA anerkannt.
1917 wurde in Europa, in London, die erste Osteopathieschule eröffnet. Heute ist die Osteopathie eine anerkannte Therapie in der Alternativmedizin. Seit 2007 ist die Osteopathie in der Schweiz anerkannt.
DIE OSTEOPATHISCHE BEHANDLUNG
1. Zu Beginn wird eine ausführliche Anamnese durchgeführt.
2. Der/die Osteopath:in sucht Bewegungsverluste und Spannungsänderungen im ganzen Körper. Die Hände sind das einzige Werkzeug des Osteopathen. Das Problem liegt nicht immer am Ort des Schmerzes. Während der Behandlung bleibt der/die Klient:in angezogen.
3. Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung des individuellen Gleichgewichts mithilfe sanfter manueller Techniken, es werden die Selbstheilungskräfte reaktiviert.
Eine Behandlung für Erwachsene dauert bis zu einer Stunde, bei Säuglingen und Kindern ca. 30 Minuten. Die Osteopathie ist geeignet für Säuglinge bis hin zu Betagten ungeachtet der Konstitution. Osteopathie ist eine Möglichkeit, Beschwerden anzugehen und ist sehr gut mit der Schulmedizin wie mit anderen Therapien vereinbar.
INDIKATIONEN
im Bereich des Bewegungsapparats: Gelenksprobleme, Verstauchungen, Schleudertrauma, Arthrose
im Bereich des Rückens: Hexenschuss, Schiefhals, Skoliosen, Bandscheiben- und/oder Gleitwirbel
Im Bereich des Schädels/HNO: Migräne, Kopfschmerzen, Ohren-/Augenbeschwerden, Tinnitus, Schwindel, Kieferprobleme
im Bereich des Verdauungsapparats: Verstopfung/Durchfall, Allergien, Sodbrennen, Nieren-, Herz und Lungenbeschwerden
im Bereich der Gynäkologie: Begleitung in und nach der Schwangerschaft, Menstruationsbeschwerden, Endometriose
Im Bereich der Pädiatrie: Schädelverformungen, Schiehals, Verdauungsbeschwerden, Schreikinder, Hüftdysplasien

KOSTENÜBERNAHME
Die Kosten derr Osteopatiebehandlung wird über die Zusatzversicherung für Alternativmedizin übernommen. Informieren Sie sich bei ihrer Versicherung über die Kostenübernahme. Als Osteopathin mit GDK bin ich anerkannt bei EMR, ASCA und EGK.
Nach jeder Behandlung rechne ich ab und händige Ihnen den Rückforderungsbeleg für die Krankenkasse aus. Sie können per Karte, Twint oder bar bezahlen.
